gedanken

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Das Wort zum Tag

Die tägliche Podcast-Andacht.

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Zum Nachdenken

Wir alle aber warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott uns zugesagt hat. Wir warten auf diese neue Welt, in der es endlich Gerechtigkeit gibt.

2.Petrus 3,13 (Hoffnung für alle)

„Wir können es kaum noch erwarten“, sagten meine Töchter und liefen ganz aufgeregt durch das Haus. Es war der 24. Dezember - Heiligabend -, und wie alle anderen Kinder waren (und sind) auch meine Töchter immer sehr aufgeregt, ungeduldig und kribbelig, wenn endlich Weihnachten kommt. Für Kinder spie­len Geschenke zu Weihnachten eine große Rolle, und das Warten darauf ist eine echte Geduldsprobe. Am 24.12.1960 strahlte das Erste Deutsche Fernsehen zum ersten Mal ein Programm aus mit dem Titel „Wir warten aufs Christkind“. Damit wollte man den Kin­dern die Wartezeit bis zur Bescherung verkürzen.

Wie sieht es mit uns aus: Worauf warten wir? Und wie vertreiben wir uns die Zeit bis dahin? Wir warten heute nicht mehr auf das Christkind - das kam ja be­reits vor über 2000 Jahren zu uns auf die Welt. Die Weihnachtszeit erinnert uns jedes Jahr aufs Neue an dieses Ereignis. Das war der erste Advent des Sohnes Gottes, seine erste Ankunft. Seit seinem Opfertod am Kreuz und seiner Himmelfahrt warten seine Nachfol­ger auf den zweiten Advent des Sohnes Gottes, auf die zweite Ankunft Christi. Sie warten, um endlich ihren Herrn persönlich zu sehen. Und sie warten - wie der Andachtstext von Petrus sagt - auf die Neue Erde, in der Gerechtigkeit herrschen wird, ohne Leid und Tod.

Ich frage mich, ob dieses Warten auf Christi Wie­derkommen vergleichbar ist mit dem Warten der Kin­der auf die Bescherung zu Weihnachten. Rennen wir aufgeregt durchs Haus oder durch unseren Alltag und fragen uns erwartungsvoll, wie lange es wohl noch dauern wird, bis Jesus wiederkommt? Oder haben wir inzwischen eine besondere Art der Geduld entwickelt, was das Warten auf die Wiederkehr Christi angeht?

Ich finde, dass die Adventszeit und auch das Weih­nachtsfest gute Möglichkeiten sind, sich das noch­mals bewusstzumachen, seine Erwartungen, was den Himmel angeht, zu aktualisieren und sich neu auf Jesus auszurichten. Das sollte man übrigens neben den materiellen Geschenken auch seinen Kindern schenken - diese Aussicht auf die Neue Erde, dieses Nicht-erwarten-Können, dass Jesus wiederkommt.

Nutzen wir dieses Weihnachtsfest, um nach vorne zu blicken auf das größte Geschenk, das uns noch erwartet - die Neue Erde.

von Danny Fiest

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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